Kaufleute im Groß- und Außenhandel

Kaufleute im Groß- und Außenhandel kaufen Waren ein und verkaufen diese an Handels-, Handwerks- und Industriebetriebe weiter. Sie beraten die Kunden umfassend über die Eigenschaften der Waren und sorgen für eine termingerechte Lieferung an den richtigen Ort.
Schülerzahlen von 1995 bis heuteFür den Wareneinkauf ermitteln sie Bezugsquellen und den Bedarf an Waren. Sie holen Angebote ein, vergleichen Konditionen und führen Einkaufsverhandlungen mit Lieferanten. Nach dem Wareneingang kontrollieren sie Rechnungen und Lieferpapiere, sorgen für die ordnungsgemäße Lieferung und planen die Warenauslieferung. Darüber hinaus führen sie Maßnahmen zur Steuerung des Warenflusses und des Lagerbestandes durch. Dies sind nur einige Tätigkeiten aus dem hoch komplexen Anforderungsprofil des Groß- und Außenhändlers. Aus diesen Anforderungen an einen Kaufmann im Groß- und Außenhandel wurden im Jahr 2006 so genannte Lernfelder abgeleitet. Im Rahmen der Lernfelder sollen die Lernenden die berufliche Realität reflektiert und mit theoretischen Inhalten anreichern.

Im Verlauf ihrer Ausbildung werden die Lernenden in 12 unterschiedlichen Lernfeldern beschult. In diesem Zusammenhang ist insbesondere das Lernfeld 12: Projekt hervorzuheben, in dem die Auszubildenden anhand einer komplexen Aufgabenstellung zumeist aus der Praxis ihre bisher erworbenen praktischen wie auch theoretischen Fähigkeiten und Kenntnisse in Teamarbeit erproben können. Es handelt sich um ein Projekt, dass sowohl den Lerngruppen wie auch dem Lehrpersonal erfahrungsgemäß sehr viel Freude bereitet. Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel 3 Jahre, kann allerdings aufgrund der Leistungen im schulischen wie auch beruflichen Bereich oder auch aufgrund der Vorbildung verkürzt werden. Die Struktur der Wiesbadener Ausbildungsbetriebe ist sehr heterogen und reicht von Baumärkten über Lebensmittelgroßhändler bis hin zu den Automobilzulieferern sowie -verkäufern.

Eine enge Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben ist uns sehr wichtig. So können wir die Auszubildenden gemeinsam sicher zur Prüfung führen, aber auch Impulse aus der Praxis in den Schulalltag integrieren. Zur Lernortkooperation gehören aber auch die IHK und weitere Betriebe und Bildungseinrichtungen im In- und Ausland.

Während der Ausbildung werden Seminare zu bestimmten Themen (z.B. Methoden, Prüfungsvorbereitung) abhängig von der Lerngruppe angeboten. Auch werden die Lerner ermutigt, ihre Kenntnisse und Leistungen auszubauen und zertifizieren zu lassen. So unterstützen und beraten wir unsere Auszubildenden beispielweise beim ECDL-Führerschein, beim Auslandspraktikum und beim Erwerb von Fremdsprachenzertifikaten.

Zudem hat der Fachbereich Groß- und Außenhandel entschieden, dass das Thema Europa als Rahmenthema im Politikunterricht zu behandeln sei. Auf diese Weise sollen die Lerner mit den Besonderheiten der neuen Märkte sowohl im politischen wie auch im wirtschaftlichen Bereich vertraut gemacht werden.
 
Weitere Informationen erhalten Sie unter folgender E-Mail-Adressse: friedrich-list-schule@wiesbaden.de, z. Hd. Frau Martina Ecker-Link
 

11. Frau Ecker-Link


Rahmenlehrplan

 

Neuigkeiten, Exkursionen und Schülerprojekte

 

Presseartikel

Stand: 12/2017