Ausbildung zur/zum Immobilien- kauffrau/-mann

An der Friedrich-List-Schule werden die Immobilienkaufleute ausgebildet. Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz, dessen Ausbildungsdauer in der Regel drei Jahre beträgt. Es ist eine anspruchsvolle kaufmännische Ausbildung, die sehr gute Berufsaussichten bietet.
Der Einzugsbereich der Friedrich-List Schule umfasst die Landeshauptstadt Wiesbaden, den Rheingau-Taunus-Kreis, den Main-Taunus-Kreis, den Landkreis Groß-Gerau sowie das Einzugsgebiet Mainz. Auszubildende, die den Berufsschulen in Neuwied und Koblenz zugewiesen sind, müssen, um an unserer Schule beschult zu werden, einen Gestattungsantrag an den abgebenden Schulen stellen.Breitgefächerte Berufsausbildung mit guten Berufsaussichten

Da Immobilienkaufleute in allen Geschäftsbereichen der Immobilienwirtschaft tätig sind, ist ihre Berufsausbildung breit gefächert und kann sowohl bei Maklern als auch bei unterschiedlichsten Unternehmen der Wohnungswirtschaft erfolgen.

So können Immobilienkaufleute nach ihrer Ausbildung



Ausbildungsinhalte

Nach dem Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Immobilienkauffrau / Immobilienkaufmann ist unser Ziel "eine Berufsfähigkeit zu vermitteln, die Fachkompetenz mit allgemeinen Fähigkeiten humaner und sozialer Art verbindet". Das Berufsbild "erhält seine besondere Prägung durch seinen Bezug zum "Gut Wohnung" und damit zum zentralen Lebensraum der Menschen. Deshalb verlangt er ein hohes Maß an Verantwortungsbereitschaft und sozialer Kompetenz." Damit wird deutlich gemacht, dass in diesem Ausbildungsberuf reines Faktenwissen nicht ausreicht, sondern dass man dieses anwenden muss, um marktorientierte, beratende und kaufmännisch-verwaltende Aufgaben selbständig zu planen, durchzuführen und hinterher auch kontrollieren zu können.


Für die Schule bedeutet dies, dass neben Kenntnissen in Mietrecht, Grundstücksrecht, Baurecht, Steuerrecht, Bauvertragsrecht auch die berufsbezogenen Bestimmungen im Makler- und Bauträgerrecht vermittelt werden müssen. Außerdem sind Fähigkeiten der Marktbeobachtung und Marktanalyse für die Entwicklung entsprechender Marketingstrategien und gute Kenntnisse im Rechnungswesen erforderlich, um Eckdaten für die Planung und das Controlling gewinnen zu können.

 

Lernfelder

Die Übersicht über die Lernfelder mit ihrer zeitlichen Gewichtung fasst die inhaltlichen Anforderungen zusammen:

Grundstufe

Lernfeld 1 60 Stunden
Die Berufsausbildung selbstständig mitgestalten
Lernfeld 2 60 Stunden
Das Immobilienunternehmen repräsentieren
Lernfeld 3 40 Stunden
Werteströme und Werte erfassen und dokumentieren
Lernfeld 4 60 Stunden
Wohnräume vermieten
Lernfeld 5 100 Stunden
Wohnräume verwalten und Bestände pflegen

Fachstufe

Lernfeld 6 40 Stunden
Gewerbliche Objekte bewirtschaften
Lernfeld 7 60 Stunden
Grundstücke erwerben und entwickeln
Lernfeld 8 100 Stunden
Bauprojekte entwickeln und begleiten
Lernfeld 9 80 Stunden
Wohnungseigentum begründen und verwalten
Lernfeld 10 80 Stunden
Immobilien vermitteln und mit Immobilien handeln
Lernfeld 11 60 Stunden
Immobilien finanzieren
Lernfeld 12 60 Stunden
Gesamtwirtschaftliche Einflüsse bei immobilienwirtschaftlichen Entscheidungen berücksichtigen
Lernfeld 13 80 Stunden
Jahresabschlussarbeiten vornehmen und Informationen zur Unternehmenssteuerung bereitstellen

 

Zusatzqualifikationen

Neben diesen rein berufsspezifischen Inhalten in den Lernfeldern werden noch die allgemeinbildenden Fächer Deutsch und Politik unterrichtet.

Darüberhinaus wird EDV und fachspezifisches Englisch unterrichtet. In EDV werden die SuS nicht nur in den gängigen Office Anwendungen unterrichtet, sondern haben auch die Möglichkeit die European Computer Driving Licence (ECDL) zu erwerben. Der fachspezifische Englischunterricht hat das Ziel, die Schülerinnen und Schüler auf die internationalen Anforderungen der Branche vorzubereiten.

Um frühzeitig internationale Erfahrungen zu sammeln, bietet die Schule zudem Programme an, mit denen Azubis Praktika in Unternehmen im Ausland absolvieren können.

 

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung wird von der Industrie- und Handelskammer abgenommen, die sich dabei an einem eigenen Stoffkatalog orientiert. Die Lernfelder des schulischen Rahmenlehrplanes decken die erforderlichen Inhalte natürlich ab.

Die Schule sieht sich bei dieser Vielzahl an fachlichen Anforderungen besonders in der Verantwortung, die berufliche und soziale Handlungskompetenz der Auszubildenden zu fördern. Das geschieht unter anderem durch schüleraktivierende Lehr- und Lernformen und den Einsatz selbstorganisierter Arbeitsmethoden, Erlernen von Methodenkompetenz und Festigen bzw. Erweitern der schriftlichen und besonders der mündlichen Kommunikationsfähigkeit.

 

Weitere Informationen rum um den Ausbildungsberuf

 

Neuigkeiten, Schülerprojekte und Exkursionen

 

Stand: 11/2019