Pädagogischer Tag 2010/2011

Respekt, Achtung und Wertschätzung – das Leitbild unserer Schule

„Wir begegnen einander mit Respekt, Achtung und Wertschätzung“ - so lautet das Leitbild unserer Schule. Und unter diesem Motto stand der pädagogische Tag. Wie kann man dieses Leitbild optimal ausfüllen? Was tun, wenn der nötige Respekt einmal nicht gewahrt wird, sei es von Seiten der Schüler, sei es von Seiten der Lehrer?

 

Von der Vorstellungsrunde über Arbeitsgruppen zur Murmelphase

Die sieben Themengruppen des Pädagogischen Tages wurden im Vorfeld durch Vorschläge der Kolleginnen und Kollegen eingerichtet:

9. Pädagogischer Tag 2010/2011

Morgens finden sich Referenten, Schulleitung und Kollegium zur Begrüßung und zur Vorstellung des Tagesablaufs in der Aula ein. „Wir bewegen uns heute in einem Raum, in dem es kein Richtig und kein Falsch gibt“ beginnt Frau Becker-Weiskopf die Vorstellungsrunde. Sie weckt damit Interesse bei allen, die sonst tagein, tagaus schon von Amts wegen in so vielen Fällen zwischen „richtig“ und „falsch“ unterscheiden müssen.

Nach der kurzen Zusammenkunft im Plenum begeben sich die Kolleginnen und Kollegen in unterschiedliche Räume – sowohl örtlich als auch gedanklich.

„Ich bin jetzt in Altersteilzeit und mache nur noch, was mir Spaß macht“ führt Herr Dambach vom Studienseminar aus und untergräbt dabei die Liste seiner einschlägigen Veröffentlichungen zum Thema „Mobbing“. Der Tiefstapler stellt sich jedoch als ein extrem versierter Kenner seines Fachs heraus, der die Lehrer mit praxisorientierten Rollenspielen aus der Reserve lockt.

1. Pädagogischer Tag 2010/2011

Frau Schmidt erläutert in Ihrem Vortrag zur „gewaltfreien Kommunikation“ nach M. Rosenberg die Unterschiede zwischen „Wolf-“ und „Giraffensprache“ und bringt anschließend mit manch praktischer Übung alle zum Lachen. Die Kollegen üben zu beobachten, ohne zu bewerten, und wachsen dabei weiter zusammen.

Woran erkennt man, dass ein Konflikt eskaliert? Welche Instrumente des gewaltfreien Umgangs gibt es? Und wo sind die eigenen Grenzen?  Diesen Fragen wird in der Gruppe Gewaltdeeskalation nachgegangen. Einige Räume weiter werden die Yoga-Matten ausgepackt, denn bei Herrn Zimmers Workshop „Kraft schöpfen im Alltag“ sind diese Pflicht. Und das Krisenteam geht unter anderem das Gebäude ab – wissen alle Lehrkräfte, mit welchen Schlüssel sie die Alarmanlage im Atrium auslösen? Sind alle Fluchtwege nach den neuesten Baumaßnahmen deutlich markiert?

Die Mittagspause schließlich dient dem Kraft Schöpfen, dem informellen Austausch untereinander und dem Sacken lassen.

2. Pädagogischer Tag 2010/2011

Nach einer weiteren Arbeitsphase in thementeiligen Gruppen bekommt jeder Teilnehmer „eine geklebt“. Wie bitte? Ja! Es wird eine Kommunikationsmethode angewendet, die sowohl bei Projekttagen mit Schülern als auch im Unterricht sinnvoll sein kann. Jedem Teilnehmer nämlich wird ein Buchstabe nach dem Zufallsprinzip auf das Revers geklebt; so kommen Personen gemäß Buchstaben in Gruppen zusammen, auch wenn sie ansonsten wenig miteinander zu tun haben.

Die Kolleginnen und Kollegen finden sich nach dieser Methode an Stehtischen zusammen und tauschen in der Murmelphase Gedanken und Erfahrungen aus: „Mobbing, das thematisiere ich immer anhand der Kurzgeschichte \'Locker 101\'“ - „Man kann die Schüler auch selbst eine Geschichte schreiben lassen und das dann im szenischen Spiel weiterführen“, führt Herr Hardt aus, „gerade in den geisteswissenschaftlichen Fächer gibt es dafür viele Ansatzpunkte“.

3. Pädagogischer Tag 2010/2011

 

Der passende Rahmen vervollständigt das Bild

Ein leerer Magen studiert nicht gern – und das Auge isst mit.

4. Pädagogischer Tag 2010/2011

Früh am Morgen hatte die Jahrgangsstufe 13 dafür gesorgt, dass die Lehrer gut in den pädagogischen Tag starten: Schon vor Beginn der Vorstellungsrunde bieten sie belegte Brötchen und Kaffee an – und bessern damit die Kasse für den Abiball auf.

5. Pädagogischer Tag 2010/2011

Carsten Jannsen und sein Team vom Schülercafe FRESKO e.V. sind dem Ansturm der hungrigen Lehrern gewachsen, und die Kolleginnen und Kollegen können sich an für die Friedrich-List-Schule reservierte Tische setzen und zwischen zwei leckeren Gerichten wählen.

Sehr gerne nimmt das Kollegium auch den netten Einstand von Frau Kienel-Hemicker, Frau Reins und Herrn Michel auf. Der leckere Streuselkuchen und der Kaffee ergänzen die Murmelphase kulinarisch und geben neuen Schwung.

6. Pädagogischer Tag 2010/2011

 

Damit7. Pädagogischer Tag 2010/2011 ein pädagogischer Tag gelingt, muss viel organisiert werden. Dass dieser pädagogische Tag so reibungslos und strukturiert verläuft, ist der Steuergruppe der Schule, insbesondere Christian Schmidt und Jörg Sundermann, zu verdanken.

 

Herr Thiel bedankt sich abschließend bei den Referentinnen und Referenten herzlich für die erkenntnisreichen und praktischen Hinweise zum Thema „Respekt, Achtung und Wertschätzung an der Friedrich-List-Schule“. Er überreicht den Referenten als Ausdruck besonderer Wertschätzung je eine Flasche „Fürst von Metternich“.

 

 

Zurück im pädagogischen Alltag, denn jeder Schultag ist ein pädagogischer Tag

Kurz vor acht am nächsten Tag ist der Schulalltag wieder zurückgekehrt. „Das geht immer ganz schnell“, sagt meine Kollegin. Und dennoch, irgendwas ist anders: So viele strahlende Gesichter im November kurz vor acht sind eher ungewöhnlich; das Kollegium ist zusammengewachsen, und am Kopierer tauscht man sich noch über den gestrigen Tag aus. „Ich musste eben in der Klasse unwillkürlich an Petras Workshop denken, und da habe ich das Gespräch anders gestaltet als sonst“. Und eine Woche später hängt eine Einwahlliste am schwarzen Brett: Herr Zimmer ist mit seinem Workshop auf solch positive Resonanz gestoßen, dass der Workshop nun im Kollegenkreis weitergeführt werden soll.

8. Pädagogischer Tag 2010/2011

 

 

Swantje Feuerhake
Stand: 12/2010