Achtsamkeit im Unterricht: Geht das – und brauche ich dafür Räucherstäbchen?
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agn Niederberghaus & Partner GmbH – agn.de
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Ein Erfahrungsbericht über 90 Minuten Innehalten an unserer Schule
Am 21. September 2026 kamen rund 30 Schülerinnen und Schüler für eine Unterrichtsstunde der anderen Art zusammen: Angehende Einzelhandels- und Veranstaltungskaufleute wurden zu Forschenden des eigenen Geistes. Wie fühlt sich ein bewusster Moment der Stille im Klassenraum an? Wie erlebe ich persönlich eine geführte Klangmeditation, und was hat das alles mit meinen eigenen Glaubenssätzen über mich und die Welt zu tun?
„Ich schaffe meine Abschlussprüfung nicht!“ – „Ich werde nicht gemocht!“ – „Ich sehe nicht gut aus!“ – „Ich schaffe ohnehin alles im Leben und bin schlauer als die Lehrkraft!“ – „Mein Lehrer hat mich auf dem Kieker und gibt mir absichtlich schlechte Noten!“ – „Meine Chefin hat ein Problem mit mir!“
Die Liste limitierender Glaubenssätze ließe sich endlos fortführen – bei Lernenden wie bei Lehrkräften gleichermaßen. Solche Gedanken begleiten Menschen seit jeher, doch nur selten lernen wir einen konstruktiven Umgang damit. Nicht selten führt das zu spürbaren Belastungen im Alltag junger Menschen. Verstärkt wird dies durch eine Flut an Sinnesreizen: Laut der JIM-Studie 2025 verbringen Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren täglich durchschnittlich rund vier Stunden am Smartphone – zusätzliche Bildschirmzeit an PC, TV oder Konsole noch gar nicht eingerechnet. Das Bedürfnis nach Ruhe, Entschleunigung und Selbstreflexion ist groß, oft fehlen im Alltag jedoch die passenden Werkzeuge.
Ausgehend von dieser Herausforderung widmeten wir den Klassen und uns selbst 90 Minuten Achtsamkeitspraxis in der Schule. Praxisnahe Übungen, Momente der Stille, Klänge, gezielter Input, Meditationstechniken und Raum für Reflexion standen auf dem Programm.
Am Ende blickten wir in entspannte, zufriedene Gesichter. Das Feedback war eindeutig: „Mehr davon, bitte!“ Viele Teilnehmende meldeten zurück, dass solche Themen im regulären Schulalltag viel zu kurz kämen. Einige brachten eigene Vorerfahrungen ein und schätzten die professionelle Anleitung sehr. Offene Fragen und Unsicherheiten rund um diese oft komplexen Themen konnten in einem geschützten Rahmen besprochen und eingeordnet werden.
Dieser Beitrag soll Mut machen, neue Wege im Unterricht auszuprobieren. Bei konkreten Fragen zur Umsetzung stehe ich gerne zur Verfügung.
Ein herzlicher Dank geht an Christoph Doll sowie die beiden Klassen 1051 und 1123!
P.S.: Für diese Arbeit braucht es übrigens weder Räucherstäbchen noch Yogakissen. 😉

Ein Erfahrungsbericht über 90 Minuten Innehalten an unserer Schule
Am 21. September 2026 kamen rund 30 Schülerinnen und Schüler für eine Unterrichtsstunde der anderen Art zusammen: Angehende Einzelhandels- und Veranstaltungskaufleute wurden zu Forschenden des eigenen Geistes. Wie fühlt sich ein bewusster Moment der Stille im Klassenraum an? Wie erlebe ich persönlich eine geführte Klangmeditation, und was hat das alles mit meinen eigenen Glaubenssätzen über mich und die Welt zu tun?
„Ich schaffe meine Abschlussprüfung nicht!“ – „Ich werde nicht gemocht!“ – „Ich sehe nicht gut aus!“ – „Ich schaffe ohnehin alles im Leben und bin schlauer als die Lehrkraft!“ – „Mein Lehrer hat mich auf dem Kieker und gibt mir absichtlich schlechte Noten!“ – „Meine Chefin hat ein Problem mit mir!“
Die Liste limitierender Glaubenssätze ließe sich endlos fortführen – bei Lernenden wie bei Lehrkräften gleichermaßen. Solche Gedanken begleiten Menschen seit jeher, doch nur selten lernen wir einen konstruktiven Umgang damit. Nicht selten führt das zu spürbaren Belastungen im Alltag junger Menschen. Verstärkt wird dies durch eine Flut an Sinnesreizen: Laut der JIM-Studie 2025 verbringen Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren täglich durchschnittlich rund vier Stunden am Smartphone – zusätzliche Bildschirmzeit an PC, TV oder Konsole noch gar nicht eingerechnet. Das Bedürfnis nach Ruhe, Entschleunigung und Selbstreflexion ist groß, oft fehlen im Alltag jedoch die passenden Werkzeuge.
Ausgehend von dieser Herausforderung widmeten wir den Klassen und uns selbst 90 Minuten Achtsamkeitspraxis in der Schule. Praxisnahe Übungen, Momente der Stille, Klänge, gezielter Input, Meditationstechniken und Raum für Reflexion standen auf dem Programm.
Am Ende blickten wir in entspannte, zufriedene Gesichter. Das Feedback war eindeutig: „Mehr davon, bitte!“ Viele Teilnehmende meldeten zurück, dass solche Themen im regulären Schulalltag viel zu kurz kämen. Einige brachten eigene Vorerfahrungen ein und schätzten die professionelle Anleitung sehr. Offene Fragen und Unsicherheiten rund um diese oft komplexen Themen konnten in einem geschützten Rahmen besprochen und eingeordnet werden.
Dieser Beitrag soll Mut machen, neue Wege im Unterricht auszuprobieren. Bei konkreten Fragen zur Umsetzung stehe ich gerne zur Verfügung.
Ein herzlicher Dank geht an Christoph Doll sowie die beiden Klassen 1051 und 1123!
P.S.: Für diese Arbeit braucht es übrigens weder Räucherstäbchen noch Yogakissen. 😉


